Lehrausgang Wiener Kaffeehäuser
Lehrausgang Wiener Kaffeehäuser
Im Zuge des Lehrplans sind die 3. Klasse Konditorei und die 3. Klasse des Doppellehrberufs Bäckerei und Konditorei zu einem Lehrausgang nach Wien gefahren, um sowohl die alte Wiener Kaffeehauskultur sowie neuartige Interpretationen von Tradition und Moderne durch praktische Beispiele und Eindrücke besser zu verstehen und kennenzulernen. Zu Beginn wurden verschiedene Mehlspeisen der Kurkonditorei Oberlaa verkostetet und sowohl die fachliche Umsetzung, als auch persönliche Eindrücke was Optik und mögliche Ideen für eigene Interpretationen für LAP und Meisterprüfungen besprochen und diskutiert. Als nächstes ging es in den 1. Wiener Gemeindebezirk zur französischen Boulangerie – Pâtisserie PARÉMI, welche besonders für ihre Feinbäckerei wie Croissants, Plunder und Blätterteiggebäcke bekannt wurde und diese bis zur Perfektion meistert. Hier sollte im Besonderen das Interesse an anderen Kulturen und dem ausüben eines traditionsreichen Handwerk angeregt werden.
Im geschichtsreichen Cafe Central wurde eine längere kulinarische Pause eingelegt und sowohl die modernen Umsetzungen von traditionellen Mehlspeisklassikern, so wie die einzigartige architektonische Bauweise des Alt Wiener Kaffeehauses bewundert wurden. Nach einer Wiener Melange und einem geschichtsträchtigen Stück Wiener Mehlspeise ging es weiter zur berühmten Konditorei Demel, bekannt für seine lange Geschichte als KuK Konditorei, wo sowohl die prunkvollen Kaffeehaussäle, als auch die reich geschmückten Verkaufsräume bewundert wurden.
Anschließend wurde ein kurzer geschichtlicher Ausflug durch die Hofburg, am Rathaus vorbei zum Café Landmann unternommen, wo eine kurze geschichtliche Einführung in die Gründung des Café Landmann und deren Eventcatering gab.
Weiter ging es mit der U-Bahn zur Zieglergasse, wo vor knapp 5 Jahren die französische Bäckerei „L’Amour du Pain“ aufmachte und in Wien bereits eine namhafte Adresse für Sauerteig-Baguette und Pistazien-Croissants geworden ist. Hier wird altes französisches Handwerk mit modernen Ideen in perfekten Einklang kombiniert.
Nach einer kräftegebenden Mittagspause ging es zum letzten Ausflugsziel des Tages, die Zuckerlwerkstatt in der Führichgasse 3, im 1. Wiener Gemeindebezirk. Hier wird das beinah ausgestorbene Traditionshandwerk der Zuckerlherstellung neu mit Leben erweckt und wie bereits vor 150 Jahren die Wiener Zuckerl noch mit der Hand aus den Rohstoffen Zucker und Wasser zu kleinen Meisterwerken veredelt. Die Schüler*innen hatten die Möglichkeit die Entstehung kleiner handgezogener und geschlagener Bonbons beizuwohnen, welche in mehreren Schritten ähnlich den eines Bauplans zusammengesetzt und abschließend ausgefertigt wurden. Zwischen den einzelnen Herstellungsprozessen gab es immer wieder geschichtliche Rückblicke auf das Traditionshandwerk und die Wiener Zuckerlwerkstatt, natürlich auch mit ausreichend Kostproben.
