Heimordnung

HEIMORDNUNG Schülerwohnheims der LBS Baden 

 

Telefonnummern:

Verwaltung

+43 2252 805 25 50

Erzieherteam

+43 2252 805 25 61

 

Schülerwohnheimordnung LBS-Baden

A) Allgemeines

Das Schülerwohnheim der Landesberufsschule Baden wird von der Wirtschaftskammer Niederösterreich verwaltet. Die Pädagogische Leitung obliegt Frau BD Mag. Evelyne Platschka. Die Verwaltung obliegt Frau Verwalterin Petra Weinzettl. Die Betreuung der Schüler/innen erfolgt durch die Erzieher/innen. Die Erzieherdiensteinteilung ist bei der Rezeption ersichtlich.

Jeder Berufsschulpflichtige der LBS Baden hat das Recht, während des Lehrganges, zu dem er einberufen ist, im Schülerwohnheim zu wohnen, sofern er die folgenden Bedingungen erfüllt und nicht wegen krassen Fehlverhaltens ausgeschlossen werden muss. Außerordentliche Schüler/innen können nach Maßgabe der vorhandenen Plätze aufgenommen werden.

Voraussetzung für die Aufnahme ins Schülerheim ist der gleichzeitige Besuch der Landesberufsschule Baden und die Bezahlung des Schülerwohnheimbeitrages.

Das Schülerwohnheim und seine Einrichtung wurden unter Einsatz von großen Geldbeträgen geschaffen. Schonende Behandlung ist daher nicht nur eine selbstverständliche Pflicht, sondern kommt auch jedem Einzelnen zugute.

Die Schüler haben sich in der Gemeinschaft des Schülerheimes hilfsbereit, verständnisvoll und höflich zu verhalten. Aufrichtigkeit und Rücksicht untereinander und gegenüber den Erziehern und dem Heimpersonal sind notwendig.

B) Verhalten im Schülerheim

1. Der Tagesablauf ist geregelt. Er wird den Heimbewohnern zu Lehrgangsbeginn bekanntgegeben und erläutert.

Im Interesse der Gesundheit aller ist darauf zu achten, dass die Körperpflege und Reinlichkeit den hygienischen Erfordernissen entsprechen. Im Schülerwohnheim sind Hausschuhe mit weicher Sohle (keine Sport- oder Freizeitschuhe) zu tragen.

Die Mahlzeiten werden im Speisesaal eingenommen. Während der Einnahme soll jeder unnötige Lärm vermieden und bei Tisch auf Sauberkeit geachtet werden. Vor dem Betreten des Speisesaales sind Mützen und Kappen ab zu nehmen.

In der Zeit zwischen 19:30 und 20:30 Uhr ist in allen Räumen die für das Lernen notwendige Ruhe einzuhalten. Schüler welche nicht lernen, haben das Stockwerk zu verlassen und können sich in dieser Zeit im Erdgeschoß aufhalten. An zwei Tagen wird eine verpflichtende Lernstunde gehalten, wo alle Bewohner des Schülerwohnheimes Anwesenheitspflicht haben. Es ist folgendes während der Lernstunde in den Zimmern/Stockwerken nicht erlaubt: Duschen, Haare föhnen/glätten, Musik hören, Telefonieren, Fernsehen, Lärmen. Um 20:00 Uhr besteht weiterhin die Möglichkeit des Lernens in den speziell dafür vorgesehenen Studierräumen.

Alle interessierten Schüler/innen können, soweit dies organisatorisch möglich ist, an eventuellen Veranstaltungen teilnehmen. Diese werden den Schülern vom Pädagogischen Leiter oder einem beauftragten Erzieher zeitgerecht mitgeteilt.

Sämtliche Einrichtungen des Schülerheimes sowie Sportgeräte, Spiele, Bücher (Ausleihmöglichkeit bis Lehrgangsende) und sonstige dem Schüler zur Verfügung gestellte Gegenstände zur Freizeitgestaltung, sind schonend zu behandeln. Das Inventar ist in den Zimmern zu belassen, für die es vorgesehen ist. Für Schäden, welche vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht werden, haftet der Verursacher.

Gegenstände, die den Schülerwohnbetrieb stören (Feuerwerks-, Knallkörper, Waffen, Boxhandschuhe, Expander, Hanteln, Springmesser, Schlagriemen, DVDs mit Jugendverbot bzw. Altersbeschränkung, offene Flammen, Kaffeemaschinen, Wasserkocher, Griller, Räucherstäbchen, Haustiere, Musikboxen, Lautsprecher, Pflanzen, etc.) oder die Sicherheit gefährden, dürfen von den Schülern nicht mitgebracht werden. Derartige Gegenstände sind dem Erzieher zu übergeben und werden beim Ausscheiden aus dem Schülerwohnheim zurückgegeben, es sei denn, es handelt sich um sicherheitsgefährdende Gegenstände oder illegale Suchtmittel. Diese dürfen nur dem Erziehungsberechtigten oder Organen der Exekutive ausgefolgt werden.

8. Vorschriften (Verhalten der Schüler im Katastrophen- oder Brandfall) sind besonders zu beachten. Die Bewohner sind verpflichtet, Beobachtungen über Ereignisse, die die Sicherheit gefährden, primär den diensthabenden Erziehern zu melden, damit entsprechende sicherheitsdienliche Maßnahmen gesetzt werden können. Bei Gefahr im Verzug ist das Notwendigste sofort zu veranlassen.

Größere Geldbeträge und Wertgegenstände (Gold) können in der Verwaltungskanzlei deponiert werden.

Jeder ist verpflichtet, Wertgegenstände unter Verschluss zu halten. Für nicht deponierte Geldbeträge und Wertgegenstände wird keine Haftung übernommen.

Krankheitserscheinungen sind vom Betroffenen selbst, aber auch von den Mitschülern den diensthabenden Erziehern mitzuteilen. Die Erzieher veranlassen weitere Meldungen an die Direktion.

a) Erkrankte Schüler/innen haben sich in der Früh in der Direktion zu melden, wo weitere Schritte veranlasst werden. Ein weiterer Verbleib auf den Zimmern ist nicht möglich.

b) Schüler/innen, die zum Arzt gehen können, wird von der Direktion der Arzt (Wegbeschreibung) und der Zeitpunkt (verschiedene Ordinationszeiten) des Arztbesuches festgelegt.

Erleidet ein Schüler einen Unfall, so ist dies im eigenen Interesse umgehend dem diensthabenden Erzieher mitzuteilen, damit eventuelle Versicherungsansprüche gewahrt bleiben. Der Schüler hat mit dem Erzieher den Unfallbericht auszufüllen.

Der Unfallbericht und die Krankenbestätigung muss im Sekretariat abgegeben werden.

Im Falle einer ernstlichen Erkrankung bzw. erheblichen Verletzung werden die Erziehungs- und Lehrberechtigten durch die Pädagogische Leitung verständigt.

Der Genuss von alkoholischen Getränken ist v e r b o t e n. Bei Verdacht der Alkoholisierung hat der Schüler die Verpflichtung den Nachweis zu erbringen, dass er nicht alkoholisiert ist (auf eigene Kosten).

Alkoholisierte Schüler werden aus Gründen ihrer persönlichen Sicherheit auf ihre Kosten in das Krankenhaus eingeliefert. Von den Erziehern vorgefundene alkoholische Getränke werden Erziehungsberechtigten übergeben bzw. bis Lehrgangsende verwahrt (Siehe auch Punkt D/2).

Spiele jeder Art mit Geldeinsätzen sind ausnahmslos verboten

Die Zimmerbewohner achten auf Ordnung und Reinhaltung ihrer Zimmer, sowie der gemeinsam

genutzten Räumlichkeiten des Schülerwohnheimes.

Das Abstellen von Autos und zweispurigen Kraftfahrzeugen ist auf den Parkplätzen der näheren Umgebung möglich.

C) Verhalten außerhalb des Schülerheimes

Während des Ausganges ist von den Schülern durch ihr Verhalten das Ansehen der Schule, des Schülerheimes und auch das Ansehen des gesamten Berufsstandes der Bäcker, Konditoren, Bonbon und Konfekt Macher, Zahntechniker und der Zahnärztlichen Fachassistenten zu wahren.

Volljährige Schüler haben auf Eigenverantwortung nach schriftlichem Ansuchen und Genehmigung der Erzieher/innen oder der Direktion die Möglichkeit das Schülerwohnheim über Nacht zu verlassen. Minderjährige Schüler haben sich zeitgerecht in der Direktion abzumelden, sofern eine glaubhafte Erlaubnis der Erziehungsberechtigten vorliegt.

Am Wochenende und an schulfreien Tagen reisen die Schüler vom Schülerheim abreisen. Spätestens am Mittwoch vor dem Wochenende (Terminänderungen durch Feiertage möglich) müssen sich die im Schülerwohnheim verbleibenden Schüler beim diensthabenden Erzieher verbindlich anmelden.

Die Kosten für das Wochenende betragen € 7,00 pro Tag für Nächtigung und Frühstück, diese werden in der Verwaltung des Schülerwohnheimes bezahlt. Die nachträgliche Abmeldung vom Wochenende ist nur in Ausnahmefällen bei der Direktion möglich.

Die Anreise hat am Sonntag oder schulfreien Tagen zwischen 17:00 und 21:00 Uhr zu erfolgen. Kann ein Schüler nicht rechtzeitig zurückkehren, so ist der Erzieher/in zu verständigen (Minderjährige Schüler/innen spätestens am Sonntag von den Erziehungsberechtigten). Eine Anreise am darauffolgenden Montag früh (Schultag) ist ebenfalls möglich.

In der Zeit zwischen dem Verlassen und wieder Eintreffen im Schülerheim besteht keine Betreuung durch die Erzieher.

D) Erziehungsmittel

Im Bereich des Schülerwohnheimes sind die Erziehungsmittel der Schulordnung (BGBI.Nr. 402/1987) analog anzuwenden.

Es sind dies:

a) bei positivem Verhalten des Schülers

ErmutigungAnerkennungLobDank

b) bei einem Fehlverhalten des Schülers

Aufforderung

Zurechtweisung

Erteilung von Aufträgen zur nachträglichen Erfüllung von versäumten PflichtenBeratendes bzw. belehrendes Gespräch mit dem Schüler

Beratendes bzw. belehrendes Gespräch unter Beiziehung der Erziehungsberechtigten

Verwarnung: Die Verwarnung wird im Dienstbuch eingetragen und die Erziehungsberechtigten bzw. der Lehrbetrieb werden vom pädagogischen Leiter verständigt. Ausschluss: Im Falle eines Fehlverhaltens und nach vorheriger Verwarnung, kann durch die Pädagogische Leiterin der Ausschluss aus dem Schülerheim ausgesprochen werden. Der Ausschluss kann auch ohne vorangegangene Verwarnung erfolgen, wenn Gefahr für die eigene und/oder andere Personen besteht. Der Ausschluss erfolgt durch die Pädagogische Leiterin unter Beiziehung der beteiligten Erzieher/innen. Eine sofortige Verständigung der Erziehungs- und Lehrberechtigten hat zu erfolgen.

Die Erziehungsmittel gemäß D/2/a können vom Erzieher und von der Pädagogischen Leiterin bzw. dessen Stellvertreter/in angewendet werden. Erziehungsmaßnahmen sollten möglichst unmittelbar erfolgen und in einem sinnvollen Bezug zum Verhalten des Schülers stehen. Sie sollten dem Schüler verständlich sein und eine die Erziehung fördernde Wirkung haben.

a.) Sofortiger Ausschluss aus dem Schülerwohnheim erfolgt bei folgenden Verstößen gegen die Heimordnung:

Alkohol

Drogenkonsum

Raufhandel

Gewaltanwendung (körperlich und seelisch)

Rauchen im gesamten Schülerwohnheim

Waffenbesitz

b.) Verzögerter Ausschluss aus dem Schülerheim erfolgt nachdem die Erzieher/innen und die Direktion vorangegangene pädagogische Gespräche mit den betreffenden Schüler/innen geführt haben und diese keine Einsicht zur Verhaltensänderung zeigen.

Beispiele: Wiederholtes Nichteinhalten der Zimmerlautstärke, Umweltdienste wiederholt nicht geleistet, rücksichtsloses Verhalten, Wiederholtes Stören der Nachtruhe, etc.

Schritt: Mündliche Verwarnung durch die Direktion.Schritt: Schriftliche Verwarnung durch die DirektionSchritt: Ausschluss aus dem Schülerheim durch die Direktion.

E) Heimsprecher

Für das Schülerwohnheim der Landeberufsschule Baden wird für jeden Lehrgang bei den Burschen und bei den Mädchen je ein Heimsprecher und Stellvertreter aus den Reihen der Zimmersprecher in der zweiten Lehrgangswoche gewählt. Die Heimsprecher müssen zumindest einen Lehrgang im Schülerheim anwesend sein.

Die Rechte der Heimsprecher sind:

a) Anhörung und Information

b) Mitwirkung bei Änderung der Heimordnung

c) Teilnahme an der Erzieherkonferenz in jenen Punkten, die die Interessen der Heimschüler betreffen

d) Vertretungsrecht in Schüler- und Heimangelegenheiten bei der Pädagogischen Leiterin oder bei den Erziehern oder der Verwalterin.

e) Erstattung von Vorschlägen für das Geschehen im Schülerheim

f) Erstattung von Vorschlägen für die Freizeitgestaltung

g) Recht auf Beiziehung bei Disziplinarmaßnahmen.

Den Schülern werden die oben angeführten Regelungen zu Lehrgangsbeginn bekanntgegeben.

Diese Heimordnung fasst die Regeln für das Leben im Schülerwohnheim zusammen.

Wichtig für alle ist, dass durch Höflichkeit und Hilfsbereitschaft ein angenehmes Klima der Zusammenarbeit geschaffen wird.

 

 

Personenbezogene Bezeichnungen in dieser Heimordnung gelten jeweils auch in der weiblichen Form.

 

BD Mag. Evelyne Platschka

Petra Weinzettl

Pädagogische Leitung des Schülerheimes

Verwaltung des Schülerheimes